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Pressemitteilung vom 23.10.18

Erhalt von fruchtbarem Ackerboden statt Baugebiet Am Sand

Bei einer gemeinsamen Sitzung der GRÜNEN und der Aktiven Bürgerinnen für Sennfeld am 21.10. stand neben der Wahlnachlese auch das Thema „Neues Baugebiet Am Sand?“ auf der Tagesordnung.
  
Die anwesenden Grünen Gemeinderatsmitglieder berichteten über den aktuellen Sachstand. Wie bereits einer Tagblattmeldung vom 12.10. zu entnehmen gewesen sei, habe die gemeindliche Befragung der Grundstückseigentümer im Bereich „Am Sand“ ergeben, dass sich 16 Eigentümer für und 29 gegen einen Grundstücksverkauf ausgesprochen hatten. Nun wolle die Gemeinde auch noch die Gärtner befragen, die derzeit im Rahmen von Pachtverträgen das sehr fruchtbare Ackerland bewirtschaften.

Die Anwesenden sprachen sich bei der o.g. Ortsverbandssitzung einstimmig dagegen aus, das Ackerland in Bauland umzuwidmen. Beim gemeinsamen intensiven Gedankenaustausch wurden die Gründe hierfür noch einmal klar benannt: Die Tradition der Sennfelder Gemeinde ist seit Jahrhunderten eng mit dem örtlichen Gemüseanbau verknüpft. Mit „Kräuter, Kraut und Rüben“ wirbt die Gemeinde touristisch für das Gemüsedorf Sennfeld und das Sennfelder Kirchweih-Fest sei zur Freude der Sennfelder in die Deutschland-Liste „immaterielles Unesco-Kulturerbe“ aufgenommen worden. „Jetzt wird es Zeit, dass sich die Gemeinde auch für den Erhalt von wertvollem Ackerland auf Gemeindegebiet einsetzt“ erklärte Helga Jurisch.
Die Anwesenden sprachen sich einstimmig dafür aus, dass die Gemeinde den Baulückenschluss und die Nutzung von altem, zum Teil auch leerstehendem Baubestand im Altort fördern soll, statt ertragreichen Ackerboden in Bauland umzuwandeln und so noch mehr Flächen im Ort zu versiegeln.

Kreisrat Walter Rachle wies in diesem Zusammenhang auf das erfolgreiche Innenortentwicklungs-konzept des Landkreises hin, das inzwischen auch mit dem Nachhaltigkeitspreis ZeitzeicheN ausgezeichnet worden sei. Dass es gelingen kann, durch eine fachgerechte Sanierung von Altbauten sehr attraktiven, modernen und energetisch guten Wohnraum zu schaffen, der z.B. auch den Wohnbedürfnissen von jungen Familien gerecht wird, hätten viele private Bauherren in Landkreisgemeinden inzwischen unter Beweis gestellt. „Der Landkreis unterstützt die Bauherren gezielt durch Fördermittel“, so Rachle.

Der Erhalt von regionalen Ackerflächen und landwirtschaftlichen Mittelstandsbetrieben ist aus Sicht des grünen Ortsverbandes auch wichtig, um der Tendenz zur agroindustriellen Nahrungsmittelerzeugung entgegenzuwirken. Immer mehr Verbraucher - auch in Sennfeld - legen Wert auf regionale Erzeugung und Vermarktung.

Angesichts der Tatsache, dass es bei der Entscheidung für oder gegen ein Baugebiet Am Sand um eine Entscheidung von großer Tragweite auch für die nachfolgenden Generationen geht, halten die Sennfelder GRÜN-Aktiven eine stärkere Bürgerbeteiligung in derBaugebietsfrage für geboten.

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