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Am 24.2.2013 hatten wir zum grünen kommunalpolitischen Frühschoppen eingeladen. Hans Plate, Bundestagskandidat für die Region Schweinfurt-Kitzingen stellte "Grüne Ideen für nachhaltiges Dorfleben" vor und kam anschließend mit den ca. 40 anwesenden Zuhörern ins Gespräch. 

 

Nachfolgenden Presseartikel veröffentlichen wir mit freundlicher Genehmigung des Autors, Klemens Vogel, freier Mitarbeiter des Schweinfurter Tagblatts.

 

Ideen sammeln für das Dorf der Zukunft

Grünen-Kandidat Hans Plate beim Frühschoppen in Sennfeld über seine Vorstellungen

 

Sennfeld (ng)   Mit grünen Ideen für ein nachhaltiges Dorfleben stellte sich Biolandwirt und grüner Bundestagsdirektkandidat für die Region Schweinfurt-Kitzingen Hans Plate beim kommunalpolitischen Frühschoppen des Ortsverbandes Bündnis 90/Die Grünen in der Gaststätte Akropolis vor.

Den demografischen Wandel und damit die „Vergreisung“ der Gesellschaft stellte er in den Mittelpunkt. Wenn für Franken eine Schrumpfung der Bevölkerung von 20 und für Oberbayern eine Zunahme von zehn Prozent vorhergesagt wird, sind alle gefordert, dem entgegenzuwirken. Als Beispiel für die Wiederbelebung des dörflichen Lebens nannte Plate die „Breitband-Technik“. Dadurch könnten qualifizierte Arbeitsplätze hier gehalten werden und junge Leute könnten „vor Ort“ bleiben und nicht in die Zentren abwandern. Auch die älteren Mitbürger müssten im eigenen Interesse alles dafür tun, die Einrichtungen der Grundversorgung im Dorf zu behalten. Als Beispiel nannte er den „Dorfladen“. Hier werde der Geldschein zum „Wahlschein“, wenn der Bürger sich für den Kauf regionaler Produkte entscheidet beispielsweise für Hühnerfleisch aus der Region und gegen ein „Masthähnchen“.  So trage er dazu bei, dass die fünf Sennfelder Gärtner, die etwa 700 Hektar bewirtschaften, überleben und es nicht zu Agrarfabriken wie in Mecklenburg-Vorpommern kommt. Hier müsse auch die Agrarpolitik Akzente setzen und umweltfreundliches Handeln wie Einhaltung der Fruchtfolge und Beschränkung der Einführung von Stickstoff in den Boden(und damit weniger Ertrag)zum Wohl des Grundwassers noch mehr honorieren. Plate setzte sich auch für eine bessere Wertschöpfung vor Ort ein. Dies könnte Genossenschaften für Erneuerbare Energien gelingen. Hier sind kreative Ideen gefragt. Die mangels Speicherkapazitäten nachts nutzlose Energie aus Windkraft könnte beispielsweise für das Aufladen von Elektroautos oder beim Aufbau eines eigenen Netzes für die „Kunden des Breitbandes“ genutzt werden. Breiten Raum nahm bei Plates Ausführungen auch die Bildungspolitik ein. Hier gelte es die Grundschule vor Ort zu behalten und die Vorurteile der Eltern gegen „jahrgangsgemischte“ Klassen auszuräumen, die vor allem die soziale Kompetenz der Kinder stärken. Plate hält es für wichtig, den Kindern zu vermitteln, dass sie die Welt verändern können. In einem „Jugendbeirat“ bestünde die Möglichkeit dies zu lernen. Die „Grünen“ -Ortsversitzende Rita Weber verwies in der Diskussion auf die Einrichtung dieses Gremiums in Bad Kissingen. Dessen Aufgabe ist unter anderem die Heranführung an gesellschaftliche Mitverantwortung, aber auch Artikulierung von Wünschen und Bedürfnissen oder Durchführung und Begleitung von Veranstaltungen und Aktivitäten.   

 

Nachfolgend noch ein paar Fotos der Veranstaltung. Fotos: Helga Jurisch

 

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