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Fukushima mahnt - AKW Grafenrheinfeld abschalten!

Am Sa. den 8.3.2014 hatte das "Schweinfurter Aktionsbündnis gegen Atomkraft" zu einem Anti-Atomkraft-Spaziergang mit verschiedenen Wegstationen rund um das Atomkraftwerk in Grafenrheinfeld eingeladen. Auch wir Bündnisgrünen aus Sennfeld waren mit Teilnehmern vertreten. "Fukushima mahnt - AKW abschalten" lautete das Motto der Aktion.

Babs Günther, Sprecherin des regionalen Anti-Atomkraft-Bündnisses machte gleich an der ersten Wegstation am Wegkreuz nahe des KKGs deutlich: Atomkraft ist eine gefährliche und tödliche Form der Energieerzeugung. Atomkatastrophen in verschiedenen Teilen der Welt, allen voran die in Tschernobyl und Fukushima, hätten gezeigt, dass Reaktorunfälle ungeheure und unbeherrschbare Folgen für Mensch und Natur mit sich bringen und selbst der Normalbetrieb von Atomkraftwerken nachweislich das Krebsrisiko von Kindern und Erwachsenen erhöht. Neben der Darstelllung von statistischen Zahlen gelang es Babs Günther pantomimisch, das Thema Kinderkrebs auch emotional erlebbar zu machen. 

An der zweiten Wegstation, am 140 Meter hohen Kühlturm, rief die Sprecherin des Aktionsbündnisses die insgesamt 232 meldepflichtigen Störfälle in Erinnerung, die im KKG seit seiner Inbetriebnahme 1982 bereits zu verzeichnen waren. Mit öffentlichkeits- und imagewirksamen Spenden an Vereine, soziale Organisationen etc. versuche E.ON, sich den Zuspruch aus der Bevölkerung zu sichern.  E.ON betone immer wieder die gute Nachbarschaft, die das Unternehmen mit der regionalen Bevölkerung pflege. "Von guten Nachbarn wünsche ich mir einen offenen und ehrlichen Umgang", so Babs Günther. Davon könne aber bei E.ON keine Rede sein. Immer wieder versuche das Energieunternehmen, die Gefahren der Atomkraft und konkrete Störfälle im Kraftwerk herunterzuspielen. So sei z.B. der Riss im sicherheitsrelevanten Thermoschutzrohr 2010 erst nach massivem Druck an die Öffentlichkeit gelangt und das Rohr auch erst dann ausgetauscht worden. Hier zeige sich die Richtigkeit des Satzes, der einer E.ON-Sprecherin wohl nur aus Versehen einmal über die Lippen kam: "Wirtschaftlichkeit geht vor Sicherheit".

Der Ort für die dritte und letzte Wegstation lag in unmittelbarer Nähe zum Atomzwischenlager des KKGs. Mit dem Zwischenlager als Hintergrundkulisse kam Babs Günther auf das unheilvolle Thema "Atommüll" zu sprechen. Das Atommüll-Problem existiere in unterschiedlicher Form und beginne genau genommen schon da, wo Uranabbau betrieben werde.  Günther wies in diesem Zusammenhang auf die enormen Gesundheitsschäden der Bevölkerung sowie die Umweltschäden in den betroffenen Ländern hin. Die Gefahrenkette setzte sich mit dem Betrieb von Atomkraftwerken und den damit verbundenen riesigen Atommüllmengen fort. Weltweit sei bis jetzt kein Endlager in Sicht. Das Zwischenlager am KGG sei auf 40 Jahre auslegt. Wann ein Endlagerstandort gefunden sei, könne derzeit noch nicht gesagt werden.   

Das Schweinfurter Aktionsbündnis fordert angesicht der vielfältigen Probleme und Gefahren rund um die Atomkraft den sofortigen Ausstieg aus dieser Form der Energiegewinnung, die schnellstmögliche Stilllegung des Atommeilers in Grafenrheinfeld und anderswo, den konsequenten Ausbau erneuerbarer Energiegewinnung und die Steigerung der Energieeffizienz und Energieeinsparung! 

Nachfolgend einige Fotos der Veranstaltung von Rita Weber:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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